Sonntag, 17. Juli 2011
Hazardeure am Werk
Nun hatte unsere Kanzlerin in der vergangenen Woche einen Sonder-Eurogipfel mit dem Verweis auf die mangelnde Gläubigerbeteiligung abgelehnt - der nun aber anscheinend doch stattfinden wird, wohl, weil es nicht mehr anders geht.

Die Schuldenbarone von Volkes Gnaden legen anscheinend beim Hazard noch einmal nach - würde ich auch, wenn es nicht um mein Geld ginge.

Eine nette Idee sind hier z.B. die Eurobonds, die es zwar nicht geben dürfte, aber Verträge sind wie Telegrafenmasten - man sie nicht übersteigen, aber umgehen.

Das heißt, nur einige dürfen das, wie z.B. der EZB-Chef, der die griechischen Schrottpapiere schon seit geraumer Zeit aufkauft, und sich nun nur ungern von ihnen trennen möchte, weil sie genau das wert sind, was der Markt bereit ist für sie zahlen.

Wem gehört eigentlich die EZB? Und wer hat Herrn Trichet dort installiert und den offenkundigen Rechtsbruch geduldet, der nun die ganze Geschichte noch teurer macht, als sie ohnehin schon ist?

Es sind die gleichen Hazardeure, die nun beschliessen werden, sich jeder Form namentlicher Verantwortung zu entziehen und einer demokratischen Untugend zu folgen: der Vergemeinschaftung des Risikos und der Verantwortlichkeit für politische und finanzielle Fehlentscheidungen. Sie werden Euorbonds einführen und damit die gesamtschuldnerische Haftung für die Sünden der PIIG's, die im übrigen im Vertrag genauso ausgeschlossen wird, wie der Ankauf von faulen Papieren.

Und dreimal darf der deutsche Michel raten, wer hier blechen wird ...

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