Mittwoch, 8. August 2012
Bahn Prokrustes Inc. IV: Bahnlob
balrog, 13:51h
Man will ja nicht immer meckern: Bahnfahren ist zwar mühselig wie immer, aber es gibt Verbesserungen bei der Informationspolitik der Bahn: Man weiß jetzt wenigstens, warum ein Hochgeschwindigkeitszug keine Hochgeschwindigkeiten auf Hochgeschwindigkeitsstrecken fahren kann. Die Bahn AG scheint nach dem Mehdornschen Kahlschlag wieder in die Netze zu investieren...
So hat sich die allgemeine Pünktlichkeit wieder erhöht, wenn die Oberleitungen nicht wegen allzu großer Kälte oder Hitze gerissen sind.
Und noch eine gute Nachricht: Die Bahn hat Herrn Mehdorn wieder bei der fliegenden Konkurrenz untergebracht, und prompt sinken dort die Passagierzahlen...
So hat sich die allgemeine Pünktlichkeit wieder erhöht, wenn die Oberleitungen nicht wegen allzu großer Kälte oder Hitze gerissen sind.
Und noch eine gute Nachricht: Die Bahn hat Herrn Mehdorn wieder bei der fliegenden Konkurrenz untergebracht, und prompt sinken dort die Passagierzahlen...
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Sigmar Gabriel:
balrog, 13:40h
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/habermas-bofinger-nida-ruemelin-wer-hinter-gabriels-euro-vorstoss-steckt/6966582.html
Siggi ist nicht nur in der Sommerpause, sondern auch in der Elternzeit und nach wie vor scharf auf unser Geld. Als größter Vordenker der deutschen Sozialdemokratie seit August Bebel erkennt er die Grenzen des deutschen Umverteilungs- und Beglückungssystems und möchte jetzt mit unseren Ersparnissen auch die sinnenfroheren Völker der EU beglücken. Sein Vorhaben, das ganz nebenbei den verfassungsrechtlichen Umbau Deutschlands vorraussetzt, wird von den Herren Bofinger, Nida-Rümelin und Habermaas unterstützt und wird alle Probleme der Welt lösen.
Immerhin: Bevor man unsere Spargroschen entgültig auf dem Altar der Integration verdampft, werden wir befragt. Ich bin sicher, dass uns allen in diesen entsetzlichen Zeiten der Verunsicherung die Bürde des Eigentums ohnhehin schon längst zu viel geworden ist und sich alle für das Gabrielsche Ansinnen aussprechen werden.
Da bin ich froh.
Siggi ist nicht nur in der Sommerpause, sondern auch in der Elternzeit und nach wie vor scharf auf unser Geld. Als größter Vordenker der deutschen Sozialdemokratie seit August Bebel erkennt er die Grenzen des deutschen Umverteilungs- und Beglückungssystems und möchte jetzt mit unseren Ersparnissen auch die sinnenfroheren Völker der EU beglücken. Sein Vorhaben, das ganz nebenbei den verfassungsrechtlichen Umbau Deutschlands vorraussetzt, wird von den Herren Bofinger, Nida-Rümelin und Habermaas unterstützt und wird alle Probleme der Welt lösen.
Immerhin: Bevor man unsere Spargroschen entgültig auf dem Altar der Integration verdampft, werden wir befragt. Ich bin sicher, dass uns allen in diesen entsetzlichen Zeiten der Verunsicherung die Bürde des Eigentums ohnhehin schon längst zu viel geworden ist und sich alle für das Gabrielsche Ansinnen aussprechen werden.
Da bin ich froh.
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Keine Reue
balrog, 13:07h
Ich war seit längerer Zeit nicht mehr auf meinem eigenen Blog, das habe ich mit der Gesamtheit aller anderen Menschen aber gemein und bin insofern ohne Reue.
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Donnerstag, 12. April 2012
Klimaschwindel
balrog, 14:17h
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Montag, 2. April 2012
Benzin
balrog, 11:38h
Eine kleine Mathematikaufgabe:
Ein Barrel Rohöl kostet derzeit etwa 103 $/Barrel. Auf 1 $ kommen etwa 1,36 €, also würde der Barrel etwa 176 € kosten. 1 Barrel = 158,987294928 Liter (l) oder 158987,3 ml. Im Einkauf also kostet das Öl 0,11 c/ml.
In Deutschland zahlt man neben dem Preis an den Benzinverkäufer den Fiskus:
• die Umlage für die Beiträge zum Erdölbevorratungsverband mit ca. 4,10 €/1000 dm³,
• die Energiesteuer von 654,50 €/1000 dm³ (Schwefelgehalt: 10 ppm) heraus,
• woraus sich ein mengenbasierter Steueranteil von 0,778855 € je Liter Ottokraftstoff ergibt.
• Außerdem entfällt auf die Summe dieser kleinen Pöstchen und des Preises 19% Mehrwertsteuer.
1. Bilden Sie eine allgemeine Formel zur Berechnung der Einnahmen der öffentlichen Hand!
2. Berechnen Sie die Mehreinnahmen der öffentlichen Hand unter Berücksichtigung folgender Annahmen: 1 Barrel bringt etwa 130 l Benzin (Otto). Die Beimischungspflicht für Biosprit wird von 10% auf 11 % erhöht. Das BIP steigt um 1,9 %.
3. Berechnen Sie den Benzinpreis, bei dem die gesamte Lohnsumme zwischen Industrie und Fiskus aufgeteilt ist!
4. Berechnen Sie davon ausgehend die höchstmögliche Kilometerpauschale und saldieren Sie mit dem maximalen Steueraufkommen aus Benzin!
5. Welche steuerneutrale maximale Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete ist nun möglich?
6. Wie hoch ist die Subvention an den "Ölmulti" bei einer Erhöhung der Kilometerpauschale auf 32 Cent und dem aktuellen Bezinpreis?
7. Italien bezahlt jetzt 2 €/Liter. Wie hoch ist der steuerliche Vorteil eines deutschen Autofahrers?
Ein Barrel Rohöl kostet derzeit etwa 103 $/Barrel. Auf 1 $ kommen etwa 1,36 €, also würde der Barrel etwa 176 € kosten. 1 Barrel = 158,987294928 Liter (l) oder 158987,3 ml. Im Einkauf also kostet das Öl 0,11 c/ml.
In Deutschland zahlt man neben dem Preis an den Benzinverkäufer den Fiskus:
• die Umlage für die Beiträge zum Erdölbevorratungsverband mit ca. 4,10 €/1000 dm³,
• die Energiesteuer von 654,50 €/1000 dm³ (Schwefelgehalt: 10 ppm) heraus,
• woraus sich ein mengenbasierter Steueranteil von 0,778855 € je Liter Ottokraftstoff ergibt.
• Außerdem entfällt auf die Summe dieser kleinen Pöstchen und des Preises 19% Mehrwertsteuer.
1. Bilden Sie eine allgemeine Formel zur Berechnung der Einnahmen der öffentlichen Hand!
2. Berechnen Sie die Mehreinnahmen der öffentlichen Hand unter Berücksichtigung folgender Annahmen: 1 Barrel bringt etwa 130 l Benzin (Otto). Die Beimischungspflicht für Biosprit wird von 10% auf 11 % erhöht. Das BIP steigt um 1,9 %.
3. Berechnen Sie den Benzinpreis, bei dem die gesamte Lohnsumme zwischen Industrie und Fiskus aufgeteilt ist!
4. Berechnen Sie davon ausgehend die höchstmögliche Kilometerpauschale und saldieren Sie mit dem maximalen Steueraufkommen aus Benzin!
5. Welche steuerneutrale maximale Diätenerhöhung für Bundestagsabgeordnete ist nun möglich?
6. Wie hoch ist die Subvention an den "Ölmulti" bei einer Erhöhung der Kilometerpauschale auf 32 Cent und dem aktuellen Bezinpreis?
7. Italien bezahlt jetzt 2 €/Liter. Wie hoch ist der steuerliche Vorteil eines deutschen Autofahrers?
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Freitag, 16. Dezember 2011
Oh, diese Presse II (Arme sterben immer früher)
balrog, 11:51h
Zwei Pressemeldungen, einmal Sachverstand:
http://www.welt.de/gesundheit/article13763437/Geringverdiener-leben-kuerzer-besonders-im-Osten.html
http://www.sueddeutsche.de/leben/zahlen-zur-lebenserwartung-geringverdiener-leben-immer-kuerzer-1.1232208
http://www.demografie-blog.de/2011/12/lebenserwartung-von-geringverdienern-sinkt-nicht/
Da mich aus offensichtlichen Gründen die Lage der Staatsfinanzen umtreibt, gaben mir die Meldungen aus Welt und SZ Anlass zur Erleichterung: Die demografische Überalterung relativiert sich und damit die drohende Überlastung des Staatssäckels. Aber leider, leider...
Die PDS ist trickreich genug, Sterbetafeln der Rentenkasse mit der tatsächlichen Lebenserwartung gleichzusetzen, die Presse aber dämlich genug, diese Verwechslung auch noch ungeprüft zu zirkulieren. Eine letzte Hoffnung dürfte auf den überlebenden Rentnern ruhen, von denen sicher nicht alle Kreide holen waren, als der Dreisatz unterrichtet wurde.
http://www.welt.de/gesundheit/article13763437/Geringverdiener-leben-kuerzer-besonders-im-Osten.html
http://www.sueddeutsche.de/leben/zahlen-zur-lebenserwartung-geringverdiener-leben-immer-kuerzer-1.1232208
http://www.demografie-blog.de/2011/12/lebenserwartung-von-geringverdienern-sinkt-nicht/
Da mich aus offensichtlichen Gründen die Lage der Staatsfinanzen umtreibt, gaben mir die Meldungen aus Welt und SZ Anlass zur Erleichterung: Die demografische Überalterung relativiert sich und damit die drohende Überlastung des Staatssäckels. Aber leider, leider...
Die PDS ist trickreich genug, Sterbetafeln der Rentenkasse mit der tatsächlichen Lebenserwartung gleichzusetzen, die Presse aber dämlich genug, diese Verwechslung auch noch ungeprüft zu zirkulieren. Eine letzte Hoffnung dürfte auf den überlebenden Rentnern ruhen, von denen sicher nicht alle Kreide holen waren, als der Dreisatz unterrichtet wurde.
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Donnerstag, 8. Dezember 2011
Bahn Prokrustes Inc. III - Tips
balrog, 11:00h
Ich bin nicht mehr allein: Es gibt sehr viele Leute, die die Mehdornschen Versuche zur Erschaffung einer neuen Spezies (homo mobilis) in den umgebauten Waggons des ICE I nicht jubelnd begrüßen. Und die Bahn AG lernt!
Sonst hätte mir ein Schaffner nicht folgenden Trick gezeigt: Das Kopfkissen in Höhe der unteren Schulterblätter (dort, wo bei Herrn Mehrdorn der Kopf sitzt) ist nicht festgenäht, sondern kann abgeknöpft werden - es dauert jetzt eine halbe Stunde lämger, bis man Rückenkrämpfe bekommt. Gefahr gebannt!
Oder um den größten aller Bahnchefs zu zitieren: "Bei Entfernungen über 500 Kilometer nehme ich den Flieger..."
Die Schaffner übrigens, die haben jetzt eigene Dienstabteile, dafür gibt es jetzt ein Klo weniger...
Sonst hätte mir ein Schaffner nicht folgenden Trick gezeigt: Das Kopfkissen in Höhe der unteren Schulterblätter (dort, wo bei Herrn Mehrdorn der Kopf sitzt) ist nicht festgenäht, sondern kann abgeknöpft werden - es dauert jetzt eine halbe Stunde lämger, bis man Rückenkrämpfe bekommt. Gefahr gebannt!
Oder um den größten aller Bahnchefs zu zitieren: "Bei Entfernungen über 500 Kilometer nehme ich den Flieger..."
Die Schaffner übrigens, die haben jetzt eigene Dienstabteile, dafür gibt es jetzt ein Klo weniger...
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Gärtner und Böcke
balrog, 10:45h
Nun hat man die Lösung für die "europäische Staatsschuldenkrise" gefunden: Die von den amerikanischen Plutokraten gesteuerten Ratingagenturen sollen europäische Konkurrenz erhalten - ich bin sicher, dass damit auf einen Schlag alle Staatschulden verschwinden, die Südländer den Calvinismus einführen und die Banken wieder preiswertes Manna unter die Regierungen streuen. Vielleicht sollte man eine kleine Voraussetzung für diesen gigantischen Erfolg erwähnen: Die Anleger, die der neuen Rating-Agentur vertrauen, müssen mindestens so verblödet sein wie die Wähler und ehrlichen Steuerzahler Europas oder aber wenigstens die Investmentbanker bei den Landesbanken...
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Mittwoch, 14. September 2011
La vie au Bruxelles
balrog, 14:48h
Ich wäre so gern ein Europäer - dann könnte ich die Preise in Europas "Hauptstadt" bezahlen und gleichzeitig die europäische Integration vorantreiben. Nur scheint mir die Anzahl derjenigen, die Europäer in diesem Sinne sind, durchaus überschaubar zu sein.
Ich persönlich verspreche, dass ich von dem Tage an, da ich diesem erlauchten Kreise angehören sollte, keine häßlichen Bemerkungen über das supranationale Monster mehr machen werde.
Ich persönlich verspreche, dass ich von dem Tage an, da ich diesem erlauchten Kreise angehören sollte, keine häßlichen Bemerkungen über das supranationale Monster mehr machen werde.
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Montag, 15. August 2011
Tragödien in Schlewig-Holstein
balrog, 23:31h
Es scheint den Tölpeln im Blut zu liegen:
http://www.welt.de/wissenschaft/article13541044/Toelpel-missbrauchen-Jungvoegel.html
Ganz sicher hat Herr von Boetticher keine Gewalt angewendet: Er ist Opfer einer amour fou - bei dem Stress und dem Mangel an Kontakten kein Wunder, aber man lese den Artikel dennoch, insbesondere bis zu der instiktiv angenommenen Demutshaltung der Jungtiere - es bleibt ein Unbehagen.
Ich bin der Meinung, dass die Liebesbeziehung eines 40jährigen Politikers zu einer Zehnklässslerin niemanden etwas angeht.
Gut, dass der Herr von Boetticher kein Lehrmeister oder Lehrer war, sondern nur ein Kandidat für ein höchstes Staatsamt.
Das Wort "Landesvater" allerdings, das werde ich noch einmal überdenken...
http://www.welt.de/wissenschaft/article13541044/Toelpel-missbrauchen-Jungvoegel.html
Ganz sicher hat Herr von Boetticher keine Gewalt angewendet: Er ist Opfer einer amour fou - bei dem Stress und dem Mangel an Kontakten kein Wunder, aber man lese den Artikel dennoch, insbesondere bis zu der instiktiv angenommenen Demutshaltung der Jungtiere - es bleibt ein Unbehagen.
Ich bin der Meinung, dass die Liebesbeziehung eines 40jährigen Politikers zu einer Zehnklässslerin niemanden etwas angeht.
Gut, dass der Herr von Boetticher kein Lehrmeister oder Lehrer war, sondern nur ein Kandidat für ein höchstes Staatsamt.
Das Wort "Landesvater" allerdings, das werde ich noch einmal überdenken...
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Samstag, 6. August 2011
Deutschland, Deine Kinder
balrog, 15:50h
Endlich ist es heraus: der Wohlstand ist’s, der das Volk der Deutschen an der Fortpflanzung hindert: http://www.welt.de/politik/deutschland/article13529867/Experte-fordert-Bevorzugung-von-Eltern-bei-Jobvergabe.html
Die Bemühungen der Wirtschaft und der Bundesregierung insbesondere in den vergangenen zehn Jahren gehen also in die richtige Richtung: Erst wer gar nichts mehr hat, besinnt sich auf die die demografische Problemlage und verjüngt den Volkskörper.
Der kluge Professor hat auch noch eine Problemlösung bei der Hand: Wenn die Leute ihre Kinder erst einmal in Armut geboren haben, muss die Industrie sie dann zur Belohnung einstellen.
Ich für meinen Teil bin zunächst froh, dass der Herr Professor Beamter ist - so hält sich die Gefahr in Grenzen, dass er irgendwann einmal an den Realitäten des Daseins zerbricht. Außerdem habe ich mindestens zwei Kinder, von denen ich weiß – jetzt weiß auch jeder, wie viel Geld ich habe…
Die Bemühungen der Wirtschaft und der Bundesregierung insbesondere in den vergangenen zehn Jahren gehen also in die richtige Richtung: Erst wer gar nichts mehr hat, besinnt sich auf die die demografische Problemlage und verjüngt den Volkskörper.
Der kluge Professor hat auch noch eine Problemlösung bei der Hand: Wenn die Leute ihre Kinder erst einmal in Armut geboren haben, muss die Industrie sie dann zur Belohnung einstellen.
Ich für meinen Teil bin zunächst froh, dass der Herr Professor Beamter ist - so hält sich die Gefahr in Grenzen, dass er irgendwann einmal an den Realitäten des Daseins zerbricht. Außerdem habe ich mindestens zwei Kinder, von denen ich weiß – jetzt weiß auch jeder, wie viel Geld ich habe…
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Donnerstag, 4. August 2011
Nuklearia I
balrog, 16:54h
http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/fukushima__eine_erzaehlung_in_nationalen_geschichten_1.11734359.html
Die Schweiz spricht u.a. auch deutsch - aber dieser Artikel zeigt, dass sich die Eidgenossen weiter von den Deutschen entfernt haben, als selbst der deutsche Finanzminister annehmen dürfte.
Nicht nur, dass sie unser besonnenes, verantwortungsvolles, aber durchaus zügiges Handelns in den vier Wochen nach dem großen Erdbeben in Japan als Hysterie bezeichnen, nein, sie erfrechen sich sogar, Ursachen für sie zu nennen:
Neben der freiheitlichen und objektiv berichtenden Presse, den weisen und klugen Politikern mit ihren strategischen Visionen verweist die die Neue Züricher auf den zunehmenden Mangel an naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen -
ich glaube, die Schweizer sind gar keine richtigen Demokraten...
Die Schweiz spricht u.a. auch deutsch - aber dieser Artikel zeigt, dass sich die Eidgenossen weiter von den Deutschen entfernt haben, als selbst der deutsche Finanzminister annehmen dürfte.
Nicht nur, dass sie unser besonnenes, verantwortungsvolles, aber durchaus zügiges Handelns in den vier Wochen nach dem großen Erdbeben in Japan als Hysterie bezeichnen, nein, sie erfrechen sich sogar, Ursachen für sie zu nennen:
Neben der freiheitlichen und objektiv berichtenden Presse, den weisen und klugen Politikern mit ihren strategischen Visionen verweist die die Neue Züricher auf den zunehmenden Mangel an naturwissenschaftlichen Grundkenntnissen -
ich glaube, die Schweizer sind gar keine richtigen Demokraten...
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Mittwoch, 3. August 2011
Solange sie so tun, als ob
balrog, 12:01h
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2011/report2011-03.pdf
Es spricht sich rum: der Deutsche arbeitet weniger gern als die meisten Europäer, aber immerhin noch lieber als die Russen: Die haben auch große Erfahrungen mit staatlicher Wegelagerei: "Solange sie so tun, als ob sie uns bezahlen, tun wir so, als ob wir arbeiten." - ein Sargnagel des russischen Kommunismus.
Der Kapitalismus ist schlauer: Soziologen, Sozialpsychologen und Managementberater haben längst herausgefunden, dass der Mensch vor allen Dingen nach immaterieller und geistiger Anerkennung und nach Selbstverwirklichung strebt und das Geld bei der Motivation ab einer gewissen Lohnhöhe keine Rolle mehr spielt.
Das einziger Problem scheint also darin zu liegen, diese "gewisse Lohnhöhe" hinreichend zu quantifizieren.
Ich für meinen Teil bin mir gewiss, dass in unserem Land noch Luft nach oben ist, bevor wir zur wahren Selbstentfaltung schreiten können. Ich brauche meinen Kies noch zum Leben...
Es spricht sich rum: der Deutsche arbeitet weniger gern als die meisten Europäer, aber immerhin noch lieber als die Russen: Die haben auch große Erfahrungen mit staatlicher Wegelagerei: "Solange sie so tun, als ob sie uns bezahlen, tun wir so, als ob wir arbeiten." - ein Sargnagel des russischen Kommunismus.
Der Kapitalismus ist schlauer: Soziologen, Sozialpsychologen und Managementberater haben längst herausgefunden, dass der Mensch vor allen Dingen nach immaterieller und geistiger Anerkennung und nach Selbstverwirklichung strebt und das Geld bei der Motivation ab einer gewissen Lohnhöhe keine Rolle mehr spielt.
Das einziger Problem scheint also darin zu liegen, diese "gewisse Lohnhöhe" hinreichend zu quantifizieren.
Ich für meinen Teil bin mir gewiss, dass in unserem Land noch Luft nach oben ist, bevor wir zur wahren Selbstentfaltung schreiten können. Ich brauche meinen Kies noch zum Leben...
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Sonntag, 31. Juli 2011
Er hat es schon wieder getan!
balrog, 12:03h
Die SPD-Troika ist eigentlich im Urlaub, nur einer http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,777458,00.html
hat Stallwache und nutzt wieder einmal Zeit und Gelegenheit, mit sachkundigen Kommentaren die "Regierung zu triezen",wie es SPIEGEL-Online nennt.
Pop-Siggi, Oberlehrer und Freizeitsegler, rumort also in der sonst politikerfreien Bundeshauptstadt herum und beglückt uns, das Wahlvolk, mit immer neuen Überraschungen.
Diesmal versucht sich das Universalgenie aus Niedersachsen auf dem Gebiet der Soziologie: Die FDP drohe, zu einer Tea-Party-Bewegung in Deutschland zu werden:
Ja, wenn er doch nur recht hätte: die moderne Tea-Party ist eine grassroot-Bewegung, sie kommt aus dem Volk - und zwar aus dem Teil, der noch genug Geld hat, um Steuern zu bezahlen, aber nicht genug, um sich der Steuerpflicht zu entziehen.
Die Teaparty ist in den Augen des ehemaligen Pop-Beauftragten möglicherweise deshalb gefährlich, weil sie Hand an ein demokratisches Übel legen könnte: das Machtmonopol der Parteien. Und ohne das wäre uns der Mann mit dem Namen eines Erzengels erspart geblieben...
Ich denke, dass Pop-Siggi recht hat: eine FDP, die basisdemokratisch beginnt, auf mein Geld zu achten, ist eine Gefahr. Fragt sich nur noch, für wen.
hat Stallwache und nutzt wieder einmal Zeit und Gelegenheit, mit sachkundigen Kommentaren die "Regierung zu triezen",wie es SPIEGEL-Online nennt.
Pop-Siggi, Oberlehrer und Freizeitsegler, rumort also in der sonst politikerfreien Bundeshauptstadt herum und beglückt uns, das Wahlvolk, mit immer neuen Überraschungen.
Diesmal versucht sich das Universalgenie aus Niedersachsen auf dem Gebiet der Soziologie: Die FDP drohe, zu einer Tea-Party-Bewegung in Deutschland zu werden:
Ja, wenn er doch nur recht hätte: die moderne Tea-Party ist eine grassroot-Bewegung, sie kommt aus dem Volk - und zwar aus dem Teil, der noch genug Geld hat, um Steuern zu bezahlen, aber nicht genug, um sich der Steuerpflicht zu entziehen.
Die Teaparty ist in den Augen des ehemaligen Pop-Beauftragten möglicherweise deshalb gefährlich, weil sie Hand an ein demokratisches Übel legen könnte: das Machtmonopol der Parteien. Und ohne das wäre uns der Mann mit dem Namen eines Erzengels erspart geblieben...
Ich denke, dass Pop-Siggi recht hat: eine FDP, die basisdemokratisch beginnt, auf mein Geld zu achten, ist eine Gefahr. Fragt sich nur noch, für wen.
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Freitag, 29. Juli 2011
Sommerpause
balrog, 11:50h
WIe gut, dass wir ihn haben: den höheren Sachverstand unserer Politiker:
Vor der Sommerpause herrschte in den hohen Kreisen eine gewisse, wenn auch bedauernde Übereinstimmung:
Jaja, sie seien zu hoch, die Steuern, gerade für diejenigen, die es wirklich nicht so dicke haben, aber leider, leider, der "Mittelstandsbauch" muß weg, aber leider Gottes, kein Kies, kein Kies - wir müssen die Welt retten und überhaupt, wo kämen wir da hin und so schlimm es ja nun auch wieder nicht.
Nun sind die meisten Damen und Herren, die über unser Geld verfügen dürfen, im Urlaub oder in Bayreuth. Ein Daheimgebliebener aus einer ehemaligen großen Volkspartei hat jetzt eine Lösung für diese Misere gefunden: wir erhöhen die Steuern:
Damit ist allen geholfen: denen, die ohnehin zuviel zahlen, weil die Vertreter des Volkswillens ihnen in beide Taschen greifen (denn zu den 42 % Einkommenssteuer kommen noch einige Kleinigkeiten wie Rente, Arbeitslosenversicherung (gerade erhöht), Krankenversicherung (gerade erhöht), Pflegeversicherung, (gerade erhöht)), sondern auch denen, die eindeutig zu wenig zahlen, weil sie sich gegen 45 % + Soli einfach nicht wehren.
Und vor allen Dingen ist den Vertretern des Volkes geholfen: so wissen sie wenigstens, wohin mit ihrem Schluck aus der Pulle, zu dem sie sich gerade klammheimlich verholfen haben.
Ich denke, auch in Zukunft sollten Abgeordnete von jeder Form der Sozialversicherung befreit bleiben: die wird auf das Einkommen aus Arbeit erhoben - und eben nicht für den unverschämten Blödsinn, den sie im Sommerloch verzapfen dürfen.
Vor der Sommerpause herrschte in den hohen Kreisen eine gewisse, wenn auch bedauernde Übereinstimmung:
Jaja, sie seien zu hoch, die Steuern, gerade für diejenigen, die es wirklich nicht so dicke haben, aber leider, leider, der "Mittelstandsbauch" muß weg, aber leider Gottes, kein Kies, kein Kies - wir müssen die Welt retten und überhaupt, wo kämen wir da hin und so schlimm es ja nun auch wieder nicht.
Nun sind die meisten Damen und Herren, die über unser Geld verfügen dürfen, im Urlaub oder in Bayreuth. Ein Daheimgebliebener aus einer ehemaligen großen Volkspartei hat jetzt eine Lösung für diese Misere gefunden: wir erhöhen die Steuern:
Damit ist allen geholfen: denen, die ohnehin zuviel zahlen, weil die Vertreter des Volkswillens ihnen in beide Taschen greifen (denn zu den 42 % Einkommenssteuer kommen noch einige Kleinigkeiten wie Rente, Arbeitslosenversicherung (gerade erhöht), Krankenversicherung (gerade erhöht), Pflegeversicherung, (gerade erhöht)), sondern auch denen, die eindeutig zu wenig zahlen, weil sie sich gegen 45 % + Soli einfach nicht wehren.
Und vor allen Dingen ist den Vertretern des Volkes geholfen: so wissen sie wenigstens, wohin mit ihrem Schluck aus der Pulle, zu dem sie sich gerade klammheimlich verholfen haben.
Ich denke, auch in Zukunft sollten Abgeordnete von jeder Form der Sozialversicherung befreit bleiben: die wird auf das Einkommen aus Arbeit erhoben - und eben nicht für den unverschämten Blödsinn, den sie im Sommerloch verzapfen dürfen.
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Donnerstag, 28. Juli 2011
Höhere Einsichten und Danksagung
balrog, 12:33h
Wenn wir ihn nicht hätten, wäre die Motivation des durchgeknallten norwegischen Massenmörders für immer im Dunklen geblieben: Herr Gabriel von der SPD hat den Übeltäter Sarrazin in den Reihen der eigenen Partei ausmachen können: http://www.bild.de/politik/startseite/politik/home-16804552.bild.html
Ich bin Herrn Gabriel sehr dankbar für seine Weisheit, der SPD für Herrn Gabriel und der BILD für eine Information über die SPD, von der man ja sonst recht wenig hört...
Ich bin Herrn Gabriel sehr dankbar für seine Weisheit, der SPD für Herrn Gabriel und der BILD für eine Information über die SPD, von der man ja sonst recht wenig hört...
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Dienstag, 26. Juli 2011
Bahn Prokrustes Inc. II - Kurze Frachttypologie
balrog, 11:22h
Auf jedem Fernbahnhof gibt es Anzeigen für die Waggonreihenfolge der Fernzüge: Auch befiehlt die Logik, den Zug nicht am Speisewagen zu betreten, um ihn von hinten aufzurollen.
Es gibt zwar Koffer, die genau zwischen die Gänge passen, aber einige Idioten benutzen lieber umgebaute Kindersärge, um ja auch jeden Passagier in Gangnähe zu erwischen.
Und die Omas! - immer vor den Ferien entern die alten Damen die Züge, bewaffnet mit Koffern, die dreimal so schwer sind wie sie selbst, weil es anscheinend einen florierenden Bleibarrenschmuggel in Deutschland gibt, und auch sie erwischen immer das falsche Ende des Zuges.
Am Besten aber sind die gestylten Vielflieger, die nach 12 Stunden auf dem Flughafen erfahren haben, dass sie wegen eines Vulkanausbruchs in 3000 km Entfernung doch mit der Bahn fahren müssen. Selbst wenn diese Typen (selten genug) nur überschaubares Gepäck mit sich führen, verbreiten sie doch den Ruch übler Laune, von Hektik und Überforderung,
Auf jeden Fall sind mir da die Barbaren mit den Kindersärgen und die bleischmuggelnden Omas lieber, die sind Leid gewohnt...
Es gibt zwar Koffer, die genau zwischen die Gänge passen, aber einige Idioten benutzen lieber umgebaute Kindersärge, um ja auch jeden Passagier in Gangnähe zu erwischen.
Und die Omas! - immer vor den Ferien entern die alten Damen die Züge, bewaffnet mit Koffern, die dreimal so schwer sind wie sie selbst, weil es anscheinend einen florierenden Bleibarrenschmuggel in Deutschland gibt, und auch sie erwischen immer das falsche Ende des Zuges.
Am Besten aber sind die gestylten Vielflieger, die nach 12 Stunden auf dem Flughafen erfahren haben, dass sie wegen eines Vulkanausbruchs in 3000 km Entfernung doch mit der Bahn fahren müssen. Selbst wenn diese Typen (selten genug) nur überschaubares Gepäck mit sich führen, verbreiten sie doch den Ruch übler Laune, von Hektik und Überforderung,
Auf jeden Fall sind mir da die Barbaren mit den Kindersärgen und die bleischmuggelnden Omas lieber, die sind Leid gewohnt...
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